Kryolipolyse
Die Kryolipolyse ist eine moderne, nicht-invasive Methode, um hartnäckige Fettpolster ohne chirurgischen Eingriff zu reduzieren. Das Verfahren nutzt gezielte Kälteeinwirkung, um Fettzellen in bestimmten Körperbereichen dauerhaft zu entfernen. Diese Methode ist besonders effektiv für lokale Fettansammlungen, die durch Diäten oder Sport nur schwer abbaubar sind.

Wie funktioniert die Kryolipolyse?
Das Wort Kryolipolyse stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich zusammen aus:
- kryos = Frost/Eis,
- lipos = Fett und
- lysis = Lösung.
In der Anwendung handelt es sich um eine nicht-invasive (kein operativer Eingriff), lokale Behandlung. Ein Applikator wird am gewünschten Bereich angebracht, erzeugt ein Vakuum und kühlt das darunterliegende Fettgewebe, wobei ein spezielles Vlies mit Anti-freezing-Gel zuverlässig Unterkühlungen verhindert. Fettzellen reagieren viel schneller auf extrem niedrige Temperaturen als andere umliegende Gewebe wie Haut, Muskeln und Nerven. Aus diesem Grund und dank lokaler Ausrichtung tötet Kryolipolyse nur Fettgewebe ab und lässt umliegende Gewebe unversehrt. Die Kryolipolyse macht sich eine natürliche Zelleigenschaft zu Nutze – die höhere Empfindlichkeit der Fettzellen gegenüber Kälte im Vergleich zu anderen Zellen. Hierbei tritt bei der kontrollierten und andauernden Kältebehandlung ein ganz natürlicher Prozess ein, da die Fettzellen unter dem Einfluss der erzeugten Kälte auskristallisieren und eine Apoptose (kontrolliertes Zellsterben) ausgelöst wird. Danach geben die abgestorbenen Fettzellen das Körperfett frei, welches wiederum über den Stoffwechselkreislauf und das Lymphsystem vollständig abtransportiert und dann über Leber und Nieren abgebaut und ausgeschieden wird.
Für viele ist das eine echte Alternative zur Fettabsaugung, wenn sich auch die Verfahren kaum miteinander vergleichen lassen.
Dieser Abbauprozess erfolgt über einen Zeitraum von 8 - 12 Wochen und ist somit sehr schonend für den Körper. Ein optimales Ergebnis wird nach 3 Behandlungen im Abstand von 4 Wochen erreicht.
Hätten Sie es gewusst?
Fett ist nicht gleich Fett. Subkutanes Fett liegt in der Unterhaut und isoliert den Körper. Dieses ist zum Beispiel für die Fettpölsterchen an Hüften, Armen oder unter dem Kinn verantwortlich. Die Verteilung der Fettdepots hängt vor allem von hormonellen und genetischen Faktoren ab. Die Ausprägung einzelner Fettdepots kann daher in der Regel nur durch eine Reduktion der Fettzellen (zum Beispiel Kryolipolyse) behandelt werden. Bei einer Gewichtsabnahme werden die Fettzellen verkleinert und nicht reduziert. Durch die Kryolipolyse kann die Anzahl der Fettzellen im behandelten Areal um 20-25% reduziert werden.
Wer eignet sich am besten für die Kryolipolyse
Am besten für eine Behandlung der Kryolipolyse eignen sich normalgewichtige Frauen und Männer mit straffer, elastischer Haut, die an bestimmten Stellen überflüssige Fettpolster aufweisen (z.B. Rettungsringe, Bauch, Oberschenkel, schlaffe Arme und Rückenfett- oder BH-Wölbung) Sie sollten körperlich gesund, psychisch stabil und realistisch in Ihren Erwartungen sein. Dies ist keine Methode für Gewichtsverlust, sondern eine Behandlung, um hartnäckige Fettpolster zu beseitigen, die auf Diät oder Bewegung nicht ansprechen.
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Welche Zonen können behandelt werden?
Mit dem Kryolipolyse-Verfahren können folgende Bereiche behandelt werden: Ober- und Unterbauch, Hüften, Oberschenkel innen und außen, Oberarme, Taille, sog. Tannenbäume (Bereiche unterhalb der Schulterblätter), Reiterhosen, Po und männliche Brust. Je nach Größe des Applikators ist auch die Behandlung an Kinn und Kniebereich möglich.
Welchen Zusammenhang hat der Stoffwechsel mit der Kryolipolyse?
Durch die Stoffwechselprozesse des Körpers, werden nach der Kryolipolyse die toten Fettzellen ausgeschieden. Daher führt ein guter Stoffwechsel schneller zum Erfolgt und Endergebnis. Der Stoffwechsel ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich.
Können mit der Kryolipolyse auch Cellulite, Schwangerschaftsstreifen oder Dehnungsstreifen behandelt werden?
Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen sind Bindegewebsschwächen. Dennoch kann es in manchen Fällen zu einer sichtbaren Verbesserung kommen. Eine Garantie dafür können wir auch nicht geben.
Die Cellulite, häufig auch Orangenhaut genannt, ist keine krankhafte, aber unästhetische Veränderung der Hautoberfläche. Betroffen sind in der Regel die Oberschenkel, Gesäßregion, aber auch die Oberarme. Die Kryotherapie in Kombination mit begleitender Lymphmassage, zum Beispielmit Slimyonik, ist hier besonders effektiv.
Was muss vor der Behandlung beachtet werden?
Um das Risiko von Blutergüssen zu minimieren und den Prozess der Kryolipolyse nicht unnötig zu stören, raten wir von der Einnahme blutverdünnender Medikamente (wie z. B. Aspirin) vor und für einige Tage nach der Behandlung ab. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte diese nicht selbständig absetzen, sondern unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt sprechen. Am Tag der Behandlung empfehlen wir bequeme Kleidung anzuziehen, damit die behandelten Stellen nach der Behandlung nicht zu sehr eingeengt werden. Es kann sein, dass die Behandlung während der Menstruation etwas unangenehmer ist.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Kryolipolyse ist an sich nicht schmerzhaft. Durch das Vakuum kann höchstens eine etwas unangenehme Spannung entstehen, die sich aber nach und nach weniger anfühlt. Außerdem muss man natürlich mit einem Kältegefühl rechnen.

Welches Ergebnis kann man erwarten?
Nach einer Sitzung kann, je nach Umfang mit einer Reduktion von 20-25% gerechnet werden.
Wann ist das Ergebnis sichtbar?
Da die toten Fettzellen vom Körper über den Stoffwechsel ausgeschieden werden, kann dies von Person zu Person unterschiedlich schnell passieren.
Sie können bereits drei Wochen nach der Behandlung erste Ergebnisse sehen, obwohl die besten Ergebnisse in der Regel nach etwa zwei – drei Monaten sichtbar werden.
Wie lange hält das Ergebnis an?
Die zerstörten Fettzellen sind dauerhaft abgebaut. Bei erneuter Gewichtszunahme nach der Kryolipolyse, nimmt man meist an anderen Körperstellen zu. Das Ergebnis der Behandlung ist ähnlich dauerhaft wie das einer Fettabsaugung. Fettzellen bilden sich bei erwachsenen Patienten nicht neu. Dennoch können sich bei Überernährung Lipide einlagern und das Resultat beeinträchtigen. Daher sollten Sie sich ausgewogen ernähren und Sport treiben, um Ihre Figur und den Erfolg der Behandlung langfristig zu erhalten. Da die anvisierten Fettzellen zerstört werden, ist ihre Ausscheidung aus dem Körper dauerhaft.
Was ist nach der Kryolipolyse zu beachten?
Direkt im Anschluss an eine Kryolipolyse fühlt sich das behandelte Gewebe meist hart, taub und starr an. Das ist eine typische und unbedenkliche Folge der Kälteeinwirkung von etwa 60 Minuten. Der Zustand lässt zügig wieder nach. Durch leichte Massagen kann das Auflockern unterstützt und vorangetrieben werden. In meinem Studio gibt es direkt nach der Behandlung, auf Wunsch, eine Lymphmassage mittels Slimyonik. Erhöhen Sie Ihre Flüssigkeitsaufnahme, um das „Ausspülen“ der kristallisierten Lipide in den Fettzellen zu unterstützen. Es ist wichtig, dass Sie bis zu 36 Stunden nach der Behandlung auf Alkohol verzichten und starke Insulinausschüttungen vermeiden, um den Abbau der abgestorbenen Fettzellen nicht zu stören. Die Lymphmassage beschleunigt die Entfernung der Fettzellen. Mindestens 1 Stunde pro Woche trainieren (dies wird empfohlen, ist aber nicht unbedingt erforderlich). Durch säuernde Lebensmittel kann der Stoffwechsel verlangsamt beziehungsweise beeinträchtigt werden. Daher ist es angebracht, eine gute Balance im Säure-Basen-Haushalt (etwa zwei Drittel basische Lebensmittel und ein Drittel säuernde Lebensmittel) zu halten. Im Allgemeinen sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Hilfreich kann zum Beispiel sein, Weizenprodukte durch Vollkornprodukte zu ersetzen und eher Quark und Frischkäse zu verzehren, anstatt zu Butter oder Margarine zu greifen. Decken Sie zudem Ihren täglichen Bedarf an Vitamin C, um Ihr Immunsystem zu unterstützen und die Fettverbrennung anzuregen. Es gibt bestimmte Teesorten, die den Stoffwechsel anregen und eine entschlackende Wirkung haben (z. B. Brennesseltee, Bärlauchtee)
Wie lange ist die Ausfallzeit nach einer Kryolipolyse Behandlung?
Wie lange ist die Ausfallzeit nach einer Kryolipolyse Behandlung?
Da keine Skalpelle, Nadeln, Anästhesie oder Betäubung nötig sind, gibt es keine Ausfallzeit. Direkt im Anschluss an die Behandlung kann der gewohnte Alltag, inklusive Sport, wiederaufgenommen werden. Eine Kryolipolyse Behandlung ist also theoretisch sogar in der Mittagspause möglich!
Wann kann man wieder Sport machen?
Die Kryolipolyse beeinträchtig den Körper kaum. Am Behandlungstag sollten Sie sich noch etwas schonen. Anschließend ist leichter Sport möglich. Durch leichte sportliche Betätigungen können Sie den Abtransport der Fettzellen zusätzlich unterstützen. Auch schweißtreibender Sport und Kraftsport können nach kurzer Zeit wiederaufgenommen werden.
Sonnenschutz keineswegs vernachlässigen!
Nach der Kryolipolyse sollten die behandelten Hautareale möglichst geschont und nicht gereizt werden. Daher sollten Sie für vier bis sechs Wochen auf Sonnenbäder, Sauna und Solarium verzichten. Bestenfalls sollten die entsprechenden Stellen keiner direkten Sonne ausgesetzt werden.
Lässt sich das nicht vermeiden, ist ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) wichtig. Unabhängig von der Behandlung sollte der tägliche Sonnenschutz der Haut nicht vernachlässigt
werden. Selbst bei „schlechtem Wetter“ und im Winter wirken UV-Strahlen auf unsere Haut ein. Als Richtwert gilt: Verwenden Sie eine Tagescreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20. Bei Aktivitäten
in der Sonne beziehungsweise bei starker UV-Belastung sollte ein Sonnenschutz mit mindestens LSF 50 zum Einsatz kommen.
Gibt es Risiken, Nebenwirkungen oder Komplikationen bei der Kryolipolyse?
Das kontrollierte Kühlen von Körperzonen durch die Kryolipolyse wurde hinsichtlich Risiken und Nebenwirkungen ausgiebig untersucht. Da das Verfahren nicht-invasiv ist und somit die Behandlung nur von außen erfolgt, ist die Kryolipolyse sehr risikoarm. Unter Umständen können jedoch folgende vorübergehende Nebenwirkungen auftreten:
- Blutergüsse
- Taubheitsgefühl
- leichte bis stärker ausgeprägte Rötungen
- leichte Schwellungen
- vereinzelte Verhärtungen im Gewebe
- Berührungsempfindlichkeit
- Bei bestimmten Grunderkrankungen und in sehr seltenen Fällen kann es nach der Kryolipolyse zu einer flächigen Verhärtung des Fettgewebes – einer sogenannten Pannikulitis – kommen.
In wenigen Ausnahmefällen kann es auch zu Kälteerfrierungen und/oder Pigmentstörungen, sowie zu einer Erschlaffung der Haut an der behandelten Stelle kommen.
Besteht die Gefahr einer unregelmäßigen Fettreduktion?
In der Regel wird das Fett, durch die Form des Applikators und der nachfolgenden Massage, gleichmäßig abgebaut.
Kontraindikationen
- Schwangerschaft
- Hautareale mit Wunden oder beeinträchtigter Blut-, peripheraler Zirkulation
- Erkrankungen des Fettgewebes
- Aktive Kälte- oder Druckurtikaria (Nesselsucht)
- Raynaud-Krankheit (ist ein Vasospasmus in Teilen der Hand als Antwort auf Kälte, emotionalen Stress und verursacht ein reversibles Unbehagen und Farbveränderungen)
- Kryoglobulinämie (ist eine Form der Gefäßentzündung, die durch Ablagerungen von Immunkomplexen in den kleinen Gefäßen entsteht)
- Cortison-Langzeittherapie (ab 1 Jahr) oder erhöhte Zufuhr von Cortison (über 10mg/Tag)
- Starkes Übergewicht
- Hauterkrankungen (z.B. Ekzeme oder Dermatitis) der behandelnden Problemzone
- Offene (schlecht heilende) Wunden
- Eingeschränkte Gefühlsempfindung der Haut
- Körperareale mit frischen Blutungen oder Hämorrhagie
- Hypotonie (zu niedriger Blutdruck)
- Silikose (ist eine permanente Vernarbung der Lunge infolge eingeatmeten Quarzstaubs)
- Herzprobleme
- Leberprobleme
- Nierenprobleme
- Kältefiebeer
- Hypoproteinämie (ist ein verminderter Gehalt von Proteinen im Blutplasma)
- Epilepsie
- Diabetes
- Autoimmunerkrankungen
- Tragbare ECG Messgeräte oder Herz-Lungen-Maschinen an die Sie gebunden sind
